Erinnern, erzählen, dabei sein

Ziele

Im höheren Alter erhalten die Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit und das Bedürfnis, lebensgeschichtliche Erinnerungen im Gespräch mit anderen Personen zu teilen, eine besondere Bedeutung. Der gegenseitige Austausch in Gesprächen und das gemeinsame Durchgehen von persönlichen Erinnerungen aus vergangenen Lebensabschnitten tragen in einem hohen Maße dazu bei, das Wohlbefinden und die Zufriedenheit im Alter zu steigern. Dies konnte bereits in unterschiedlichen wissenschaftlichen Studien belegt werden.

Ein langfristiges Ziel dieses Teilprojektes „Erinnern, erzählen, dabei sein“ ist die Aufnahme von Lebensrückblickgesprächen in die Seniorenarbeit, womit der Erinnerungsarbeit zugleich eine höhere Bedeutung im niederschwelligen psychosozialen Bereich zukommen soll. Den Multiplikatoren in der Seniorenarbeit (z.B. in Senioreneinrichtungen,  Begegnungszentren, Sozialen Trägern etc.) werden Materialien zur Durchführung der Lebensrückblickgespräche zur Verfügung gestellt.

Ebenso sollen die Lebensrückblicke für den Austausch zwischen den Generationen genutzt werden. Durch die Entstehung von Erzählcafés soll die Akzeptanz und das Interesse zwischen den Generationen gestärkt und Vorurteilen entgegengewirkt werden.

Mittels der Gespräche wird die Teilhabe der Generation 65+ am gesellschaftlichen Leben gestärkt. Die Effekte, die die gesteigerte Teilhabe  auf den Selbstwert und die Gesundheit zeigen, werden  im Zeitraum 2014-2018 durch wissenschaftliche Studien erhoben.

Lebensrückblickgespräche

Die Lebensrückblickgespräche sind speziell für die Durchführung mit Personen ab 65 Jahre entwickelt, die sich in unterschiedlichen Lebensumständen befinden können: Senioren, die selbstständig ihren eigenen Haushalt führen, in Tagesstätten einkehren, in Mehrfamilienhäusern, Seniorenheimen oder Wohnungen des Service-Wohnen etc. leben.

Beim Lebensrückblick wird die Lebensgeschichte einer vertrauten Person in drei aufeinanderfolgenden Gesprächen erzählt. Dabei werden in den ersten beiden Gesprächen vielfältige Themenbereiche aus der Kindheit und dem Jugendalter als auch aus dem Erwachsenenalter erinnert. Im dritten Gespräch wird das bisherige Leben als Ganzes betrachtet, es findet eine Zusammenfassung und eine persönliche Bewertung des Erlebten statt.

Durch die Lebensrückblickgespräche soll die Identifikation mit der eigenen Vergangenheit gesteigert und die Integration von positiven und negativen Erlebnissen erreicht werden. Das Finden eines  „roten Fadens“ in der Erzählung der eigenen Biografie soll sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken.

Positive Auswirkungen ergeben sich sowohl für den Erzählenden als auch den Zuhörer und die betreuende Einrichtung.

 

In Kürze finden Sie hier den Zugang zu der digitalen Version des Lebensrückblicks.

Aktivitäten

Hier finden Sie Informationen und Links zu unseren Aktivitäten

  • Jenaer SeniorentageMitten im Leben vom 16. bis 24. September 2017
  • Erzähl doch mal!Offizielle Einladung zur Methodeneinführung und Erfahrungsaustausch von Lebensrückblicken und Erzählcafés in der Altenarbeit
  • Erzähl doch mal! ErgebnisseErgebnisse der Veranstaltung zur Methodeneinführung und Erfahrungsaustausch von Lebensrückblicken und Erzählcafés in der Altenarbeit
  • Artikel KlinikmagazinDen Wert des eigenen Lebens erkennen - Positive Effekte der Biografiearbeit auf das Wohlergehen Älterer

Projektteam

Projektleitung

Prof. Dr. Bernhard Strauß
Bereichsleiter „Gesund Altern“
Projektleiter "Erinnern, erzählen, dabei sein"

Universitätsklinikum Jena
Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie
Stoystr. 3, 07740 Jena

+49 (0)3641 9- 36 700

bernhard.strauss@med.uni-jena.de

Wissenschaftliche Mitarbeiter_innen

Hariet Kirschner
Koordinatorin Teilprojekte 7-8
Wiss. Mitarbeiterin "Erinnern, erzählen, dabei sein"

Universitätsklinikum Jena
Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie
Stoystraße 3, 07740 Jena

+49 (0)3641 9- 39 80 66

hariet.kirschner@med.uni-jena.de

Anna Zimmermann

(derzeit in Elternzeit)


Wiss. Mitarbeiterin "Erinnern, erzählen, dabei sein"

Universitätsklinikum Jena
Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie
Stoystr. 3, 07740 Jena

+49 (0)3641 9- 39 80 66

anna.zimmermann@med.uni-jena.de

Studentische Mitarbeiter_innen

Karolin Maibach

Erik Matzke

Deborah Löschner

Jaël Nora Voigt

An dieser Stelle finden Sie in naher Zukunft Informationen über den Stand der Begleitforschung und entstandene Ergebnisse.