Dazugehören

Fakten

  • Hast du manchmal das Gefühl, mit deinen Sorgen allein zu sein? Die Poster zeigen: anderen geht es oft genauso wie dir. Du bist nicht allein.
  • Sich als Teil einer Gruppe zu fühlen, macht glücklich. Das nennt man auch Teilhabe. Eine Gruppe können alle in einer Klasse sein. Oder auch Freunde. Oder eine Mannschaft, zum Beispiel beim Sport.
  • Wenn du zu einer Gruppe gehörst, magst du dich lieber. Dann ist dein Selbstwert hoch. Ein niedriger Selbstwert kann krank machen. Darum ist eine Gruppe wichtig für deine Gesundheit.

Was du tun kannst

  • Informier dich! Auf jedem Poster findest du drei Fakten in Leichter Sprache, damit alle die Fakten verstehen können. Lies dir diese genau durch.
  • Tu was! Jedes Poster gibt dir drei Hinweise, was du machen kannst. Probier sie aus!
  • Lass dir helfen! Auf dieser Seite findest du Infos, Tipps und Kontakte zu den verschiedenen Themen.

Verpass nicht dein Leben

Fakten

  • 1 von 4 Jugendlichen kennt jemanden, der im Internet schon einmal andere fertig gemacht hat.
  • Facebook kann traurig machen. Dort siehst du immer nur die tollen Momente der anderen. Einige finden ihre Beiträge in Facebook später peinlich. Denn sie haben nicht daran gedacht, dass die Beiträge für immer im Internet bleiben. Und auch Eltern oder Lehrer können die Beiträge und Bilder sehen.
  • 9 von 100 Jugendlichen sind süchtig nach dem Internet oder nach Computer-Spielen. Sie verbringen sehr viel Zeit am Tag damit. Sie schaffen es nicht, weniger Zeit damit zu verbringen. Sie spielen oder surfen im Internet immer länger. Sie verbringen weniger Zeit mit Freunden und Familie. Sie werden schlechter in der Schule.

Was du tun kannst

  • Setz dir ein Limit! Überlege dir vorher, wie lange du am Computer oder am Handy spielen willst. Zum Beispiel 1 Stunde. Stell dir einen Wecker.
  • Triff dich mit Freunden! Quatschen oder gemeinsam Sport-Treiben macht Spaß. Trefft eine Vereinbarung: Keiner darf sein Handy benutzen. Außer bei Notfällen.
  • Pack dein Problem an! Statt auf Facebook zu gehen oder zu spielen: schau dir das Programm an: www.ins-netz-gehen.de/das_andere_leben/das_programm

Spring über deinen Schatten

Fakten

  • Angst haben die meisten Menschen. 2 von 10 Menschen hatten schon einmal sehr starke Angst. Sie bekommen dann kaum noch Luft. Oder das Herz schlägt wie wild.
  • Viele Kinder und Jugendliche haben Angst, wenn sie vor der ganzen Klasse etwas machen sollen. Das heißt soziale Angst. Sie haben Angst, im Mittelpunkt zu stehen und sich zu blamieren. Manchmal haben sie auch Angst, gemeinsam mit anderen etwas zu machen.
  • Manche machen sich auch extrem viele Sorgen. Zum Beispiel, was aus ihnen einmal werden soll. Oder über ihre Gesundheit.

Was du tun kannst

  • Check die Fakten! Angst spielt sich im Kopf ab. Vieles, vor dem du Angst hast, passiert in Wirklichkeit gar nicht.
  • Versteck dich nicht! Stell dich den Situationen, vor denen du Angst hast. Wenn du zum Beispiel Angst davor hast, vor der Klasse einen Vortrag zu halten: halte viele Vorträge. Die Angst wird dann jedes Mal ein bisschen kleiner. Mit viel Übung macht es dir dann vielleicht sogar Spaß, Vorträge zu halten.
  • Lass dir helfen! Wenn du starke Angst hast, bekommst du hier Hilfe: 03641 9 35320. Das ist die Ambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie Jena. Sag, dass du Hilfe brauchst. Und sag, warum du Hilfe brauchst. Du kannst jemand anderen bitten, dort für dich anzurufen.

BALANCEAKT! Damit du nicht umkippst

Fakten

  • Manchmal hast du schlechte Laune. Zum Beispiel wenn du dich langweilst. Oder wenn du mehr tun sollst, als du kannst. Das nennt man Stress.
  • Es ist gut, einen Plan für den Tag zu haben und sich nicht zu langweilen. So kannst du besser schlafen. Du hast weniger Kopfschmerzen. Und du bist seltener traurig.
  • Wenn du Stress hast, helfen dir Sport oder Musik machen. In deinem Körper gibt es dann viele Glückshormone.

Was du tun kannst

  • Plan deinen Tag! Beginn mit den Pflichten, die du in deinen Plan einträgst. Plan aber auch jeden Tag etwas Schönes ein und schreibe das auch in deinen Plan.
  • Entspann dich! Bau Zeiten der Entspannung in deinen Plan ein. Informier dich über Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training. Du kannst auch gemeinsam mit anderen spielen oder etwas unternehmen. Zum Beispiel eine Wanderung. Oder gemeinsam ein leckeres Essen kochen.
  • Setz dir Ziele! Versuch, die Ziele so genau wie möglich zu benennen. Überlege dir etwas, was nicht zu schwer und nicht zu leicht ist. Wann und wie willst du dein Ziel erreichen?

Massenleistungsdruck

Fakten

  • Aufregung ist manchmal gut! Wer Lampenfieber vor einer Prüfung hat, schneidet meistens besser ab. Zu viel Aufregung ist schlecht.
  • Kinder und Jugendliche können sich manchmal schlecht konzentrieren. Aber meistens nur in bestimmten Situationen. Oder in bestimmten Fächern.
  • Es kann verschiedene Ursachen haben, wenn man sich schlecht konzentrieren kann: zu viel Stress, zu wenig Pausen, kein Interesse, zu wenig Bewegung, Streit mit anderen, ein unruhiges Umfeld, selten auch: Probleme im Gehirn.

Was du tun kannst

  • Lad deinen Akku auf! Pausen sind gut für die Konzentration. In der Pause: entspann dich, beweg dich, geh einem Hobby nach.
  • Schau auf deine Erfolge! Was hast du schon alles geschafft? Wo hast du etwas richtig gut gemacht? Wo sind deine Stärken? Vergiss nicht, dich zu loben!
  • Frag nach! Weitere Informationen findest du hier: Familien-Beratungs-Stelle der Stadt Jena (Buchenweg 34) oder Familien-Beratungs-Stelle der AWO (Löbdergraben 14 a, Jena).

Du hast da was! Echte Freunde sagen's dir

Fakten

  • Klasse statt Masse: Besser wenige gute Freunde, als viele Bekannte. Die meisten Menschen haben 2 oder 3 gute Freunde.
  • Gute Freunde sind ehrlich. Gute Freunde unterstützen dich. Guten Freunden kannst du vertrauen. Bei guten Freunden kannst du so sein, wie du bist. Auch Lehrer oder Eltern können gute Freunde sein.
  • Sprich mit anderen über deine Probleme. Das hilft, Probleme zu lösen.

Was du tun kannst

  • Pfleg deine Freundschaften! Sag einem Freund oder einer Freundin öfter mal etwas Nettes.
  • Sprich dich aus! Sag offen, was dir wichtig ist und was dich stört. Frag dich auch, wie es dem anderen geht und wie er die Dinge sieht.
  • Schau dich um! Such Freunde mit gleichen Interessen oder Hobbys. Dabei lernt man sich am besten kennen. Falls das nicht klappt, gibt es hier noch jede Menge Tipps: www.ohnefreunde.de

Voll berauschend?

Fakten

  • Durch zu viel Alkohol oder Drogen kommen jedes Jahr 600.000 Menschen in Deutschland ins Krankenhaus. 60.000 Menschen werden dadurch krank und sterben daran.
  • Wer Cannabis konsumiert, kann davon Verfolgungswahn und Halluzinationen bekommen. Du weißt dann nicht mehr, was wirklich ist und was eingebildet ist. Die Ärzte und Psychologen sagen dann: du hast eine Psychose. Du musst dann lange Zeit in ein Krankenhaus. Noch viel gefährlicher ist die Droge Crystal. Da bekommt man viel häufiger eine Psychose.
  • Jugendliche nehmen Alkohol und Drogen manchmal durch Gruppenzwang. Als Einzelner fällt es dann schwer, Nein zu sagen. Die meisten Jugendlichen finden es besser, wenn ihre Freunde keinen Alkohol und keine Drogen zu sich nehmen.

Was du tun kannst

  • Bleib standhaft und sag nein! Probier niemals Crystal oder Heroin. Diese Drogen können schon beim ersten Konsum abhängig machen.
  • Pass auf dich auf! Beobachte dein Trinkverhalten. Entscheide selbst, wie viel wirklich gut für dich ist. Lass dich nicht auf Rauschtrinken ein. Denn dabei verlierst du die Kontrolle. Hier kannst du dich informieren: www.kenn-dein-limit.info oder www.null-alkohol-voll-power.de
  • Zieh die Reißleine! Wenn du regelmäßig Alkohol und Drogen brauchst, bist du süchtig. Hol dir schnell professionelle Hilfe. Zum Beispiel bei der SiT-Suchthilfe (Kritzegraben 4, Jena) oder der Ambulanten Drogenhilfe Chamäleon (Saalbahnhofstraße 9, Jena).

Friss es nicht in dich rein!

Fakten

  • Die Hälfte aller Jugendlichen will dünner sein. 2 von 10 Kindern haben schon einmal eine Diät gemacht.
  • Essstörungen beginnen meist im Jugendalter. Manche stopfen dann riesige Mengen Essen in sich hinein. Das nennt man Binge-Eating-Störung. Oder sie essen fast gar nichts mehr. Das nennt man Magersucht. Manche übergeben sich, nachdem sie viel gegessen haben. Das nennt man Bulimie.
  • Warnzeichen von Essstörungen können erkannt werden. Dazu gehören auffällige Essrituale. Oder sich dick fühlen bei Normal- oder Untergewicht. Oder Hunger leugnen. Oder Erbrechen nach den Mahlzeiten. Oder Heißhunger-Anfälle.

Was du tun kannst

  • Beweg dich! Viel Bewegung tut gut. Du hast dann ein gutes Körpergefühl. Wenn du Übergewicht hast: dann hilft Bewegung beim Abnehmen.
  • Lass die Finger von Diäten! Meistens nimmt man nach einer Diät noch mehr zu. Diäten können der Beginn einer Essstörung sein. Iss, wenn du hungrig bist. Wenn du satt bist: hör auf mit dem Essen.
  • Nimm Hilfe an! Wenn du Hilfe brauchst: geh auf die Internetseite der BZgA (www.bzga-essstoerungen.de der www.bzga-kinderuebergewicht.de). Oder die Thüringer Ess-Störungsinitiative e.V. (www.thessi.de).

Geht es dir wirklich gut?

Fakten

  • Jeder ist manchmal traurig. Wenn du mehr als 2 Wochen immerzu traurig bist, heißt das Depression. Du hast dann vielleicht auch keine Lust mehr, etwas zu unternehmen. Und was dir früher Spaß gemacht hat, macht dir jetzt keinen Spaß mehr.
  • Depression ist eine Krankheit. Manchmal wird eine Depression von alleine besser. Zum Beispiel wenn man sich weiter mit seinen Freunden trifft. Und wenn man sich viel bewegt. Wenn die Depression trotzdem bleibt, können Psychotherapeuten dich wieder gesund machen.
  • Bei einer schweren Depression solltest du dir schnell helfen lassen. Sonst kann es passieren, dass du gar nicht mehr leben möchtest. 4 von 10 Jugendlichen hatten schon einmal Selbstmord-Gedanken.

Was du tun kannst

  • Sprich mit anderen darüber! Zum Beispiel mit Freunden. Oder mit deinen Eltern. Oder bitte deinen Lehrer um ein Gespräch unter 4 Augen.
  • Such dir professionelle Hilfe! Zum Beispiel bei der kostenlosen Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder bei Freunde fürs Leben e.V. (www.frnd.de).
  • Zieh die Notbremse! Geh direkt in eine Klinik. Oder zu einem Arzt. Zum Beispiel in die Psychiatrie Jena, Am Philosophenweg 3-5. Oder ruf die Polizei an (112), bevor es zu spät ist.

Wenn Du Hilfe brauchst

Allgemeine Notrufnummern

Für medizinische Hilfe

Notruf 112

Bei Gefahr für Leib und Leben

Polizei 110

Kinderklinik

03641 / 93 82 11

Rettungsleitstelle

03641 / 44 44 44

Allgemeine Hilfe

…wenn du nicht mehr weiter weißt oder einfach nur ein offenes Ohr brauchst:

Kinder- und Jugend-Sorgentelefon Thüringen

0800 / 00 80 080

Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“

11 61 11 oder 0800 / 111 0 333
Mo – Sa, 14-20 Uhr, anonym und kostenfrei

Diese Telefonberatungen bieten dir jederzeit die Möglichkeit, in Krisen oder bei Problemen anzurufen, um Rat und Hilfe zu erhalten. 

Allgemeine Telefonseelsorge (rund um die Uhr)

0800 / 111 0 111 oder 0800 / 111 0 222
Oder wende Dich an Deinen Haus-oder Kinderarzt

Online-Beratung

Wenn du über deine Situation lieber schreiben möchtest, wende dich an die Online-Beratung:

www.jugendnotmail.de
www.nummergegenkummer.de

Therapie

Wenn du das Gefühl hast, allein nicht mehr weiter zu wissen, du häufig schlechte Gefühle oder Gedanken hast, kann dir ein Psychologe oder Psychiater helfen – sie sind dazu da, dich in schwierigen Situationen professionell zu begleiten.

P.S.: Hab` keine Scheu, dir Hilfe zu holen - je früher du dir Unterstützung suchst, desto schneller geht es dir wieder besser! 

Universitätsklinikum Jena

Ambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und Psychosomatik

Bachstraße 18
Gebäude 1 („Alte Chirurgie“)
07743 Jena

03641 / 93 53 20

Giftnotruf und ärztliche Versorgung

Kinderärztlicher Notdienst

11 61 17

Giftnotruf

0361 / 73 07 30

für akute Vergiftungsfälle (z.B. durch Drogeneinnahme) 24 Stunden erreichbar

Hilfe bei Krisen oder Konflikten

Wenn du Hilfe in einer Krise oder bei Konflikten brauchst, Probleme in der Schule oder Familie hast, können dir Beratungsstellen helfen.

Kinder-, Jugend- und Familienberatungsstelle der Stadtverwaltung Winzerla

Buchenweg 34
07745 Jena

03641 / 49 28 61

familienberatungsstelle@jena.de

Familienberatungsstelle Jena der AWO - Kreisverband Jena-Weimar e.V.

Löbdergraben 14 a
07743 Jena

03641 / 30 92 53

familienberatungjena@awo-jena-weimar.de

Hilfe bei Migration

Wenn du aus einem anderen Kulturkreis kommst und Beratung oder Betreuung zu migrationsspezifischen Problemen brauchst, wende dich an:

Jugendmigrationsdienst AWO Kreisverband Jena – Weimar e.V.

Kastanienstraße 11
07747 Jena

03641 / 87 41 100

jmd@awo.jena-weimar.de

Hilfe bei Drogenproblemen

Wenn du Probleme mit Drogen hast, findest du hier Beratung und Unterstützung.

Ambulante Drogenhilfe „Chamäleon“ DRK-Kreisverband Jena-Eisenberg-Stadtroda e.V.

Saalbahnhofstraße 9
07743 Jena

03641 / 23 95 40

drogenhilfe-chamaeleon@drk.de

Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und Suchtgefährdete SiT – Suchthilfe Thüringen gGmbH

Kritzegraben 4
07743 Jena

03641 / 44 93 22

Wenn du in Not bist

Wenn du Gewalterfahrungen gemacht hast –egal, ob als Junge oder Mädchen- findest du hier Beratung und begleitende Hilfe.

Kinder- und Jugendschutzdienst „Strohhalm“

Closewitzer Straße 2
07743 Jena

03641 / 44 36 43

strohhalm@familienzentrum-jena.de

Thüringer Ambulanz für Kinderschutz (TAKS)

03641 / 93 22 715 (rund um die Uhr erreichbar)

Wenn du ein Mädchen bist und Gewalterfahrungen ausgesetzt bist, wende dich bitte an: 

Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen”

0800 / 11 60 16

Jenaer Frauenhaus Notruf

0177 / 47 87 052

Hilfe bei Schwangerschaft

Wenn du schwanger bist, wende dich an: 

Hilfetelefon “Schwangere in Not”

0800 / 40 40 020